29.01.2019

Dienstag, 29. Januar 2019, 19.30 Uhr
im Nicolaus-Copernicus-Planetarium, Am Plärrer 41, 90429 Nürnberg

Expertengespräch im Rahmen der Reihe „Vom Reiz der Illusionen“

mit Thomas Fraps:

Der Reiz des Unmöglichen
Von den Fallstricken der Wahrnehmung zur Ästhetik der Illusionen

Das Gespräch führt Kurt Heidingsfelder (Nürnberger Nachrichten)

Die erstaunlichen Illusionen der Zauberkunst üben einen besonderen Reiz aus, da sie scheinbare Unmöglichkeiten darstellen, die in der Realität geschehen. Keine bemalte Leinwand, kein Bildschirm, kein Medium steht zwischen dem Publikum und der erlebten Illusion. Dies verleiht den Illusionen der Zauberkunst eine besondere Ästhetik, die sie von allen anderen Formen der Illusionierung unterscheidet und dem Publikum das schöne Gefühl des Staunens schenkt.

Wie schaffen es Zauberkünstler, Unmögliches scheinbar Wirklichkeit werden zu lassen? Auf welchen Mechanismen unserer Wahrnehmung und unseres Denkens beruhen diese Illusionen? Warum scheint unser Gehirn oft nicht in der Lage zu sein, Fiktion und Illusion von Wahrheit und Realität zu unterscheiden? Seit einigen Jahren werfen Psychologen und Hirnforscher einen experimentellen Blick in die Trickkiste der Zauberkünstler, in der Hoffnung, aus deren Wissen über Illusionen mehr über die Fallstricke menschlicher Wahrnehmung und Kognition zu erfahren.

Einige der psychologischen Täuschungsprinzipien liegen nicht nur spielerischen, sondern auch betrügerischen Illusionen zugrunde. Sie ermöglichen es Hochstaplern und Kunstfälschern, Experten hinters Licht zu führen, Trickbetrügern ihre Opfer auszunehmen oder verleihen »Fake News« ihre täuschende Wirkung.

Thomas Fraps ist professioneller Zauberkünstler und Erwachsener. Fast 30 Jahre lang hat er gegen die Realität gekämpft und am Ende doch gewonnen. Seither zieht er als Zauberkünstler durch die Welt und stellt spielerisch die Naturgesetze auf den Kopf, die er zuvor als Diplom-Physiker erlernt hat. Die Fachzeitschrift Nature widmete ihm als bisher einzigem Zauberkünstler ein Portrait, und er war an einigen der Studien von Psychologen und Hirnforschern beteiligt, die sich von den Illusionen der Zauberkunst neue Einsichten über die Wahrnehmungsmechanismen unseres Gehirns erhoffen.

In Kooperation mit den Nürnberger Nachrichten.

Foto: Gerald F. Huber

Preis: 7,50 € (erm.: 5 €)
[Kursnr. 00941: Anmeldung über BZ]

 

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