29.11.2017

Donnerstag, 29. November 2017, 19.00 Uhr
in der Kreuzeskirche Essen

Helmut Fink [Foto: Karin Becker]

Weltanschauungsdialog

Lasst uns reden!
Christen und Humanisten im Gespräch

mit Helmut Fink, Akademie für säkularen Humanismus
und Dr. Frank Vogelsang, Evangelische Akademie im Rheinland

Teil 1
(Fortsetzung am 3. Juli 2018)

Der Physiker und Naturalist Helmut Fink und der Ingenieur und Theologe Dr. Frank Vogelsang sprechen am 29. November 2017 in Essen über das Verhältnis von Wissenschaft und Religion aus humanistischer und christlicher Perspektive.

Oft reden sie nur unter sich: Christinnen und Christen reden miteinander. Humanistinnen und Humanisten reden miteinander. Die Abendveranstaltung in der Kreuzeskirche in Essen lädt zu einen offenen Austausch zwischen den beiden unterschiedlichen Positionen und Sichtweisen ein.

Dr. Frank Vogelsang [Foto: Andrea Zmrzlak]

Ein offenes Gespräch von unterschiedlichen Standpunkten aus
Wichtig ist dabei Form des Gesprächs: Gespräche kann man führen als offene Gespräche oder als Scheingespräche. Bei Scheingesprächen kommt es auf die Außenwirkung an, wir erleben dies etwa bei Talkshows. In offenen Gesprächen kommt es auf den Austausch von Argumenten an. Sie müssen auf ihre Überzeugungskraft hin geprüft werden, nicht auf ihre mobilisierende Wirkung. Am Ende muss kein Konsens stehen, aber vielleicht Nachdenklichkeit oder ein größeres Verständnis der jeweils anderen Seite.

Mit Neugier und Bereitschaft zum Zweifel
Offene Gespräche setzen echte Fragen voraus. Fragen, die zeigen, dass man selbst nicht alles gut und schlüssig begründen kann. An diesem Abend geht es um den Mut, sich in einem offenen Gespräch solchen echten Fragen auszusetzen.

Ausgangspunkt ist die Frage: Kann man die Wirklichkeit so beschreiben, dass immer alles mit rechten Dingen zugeht? Dazu stellen Helmut Fink und Dr. Frank Vogelsang jeweils ein Thesenpapier vor:

Helmut Fink: „Es geht alles mit rechten Dingen zu.“
Seine These: „Es gibt keinen Zugang zur Wirklichkeit, der an nachprüfbaren Fakten vorbeiführen würde. Auch Glaubensaussagen müssen sich am heutigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis messen lassen. Denn eine verlässlichere Wissensquelle haben wir nicht.“ [Thesenpapier von Helmut Fink]

Dr. Frank Vogelsang: „Es geht nicht immer alles mit rechten Dingen zu.“
Seine These: „Wenn wir von Gott reden, können wir uns nicht auf das beschränken, was sich naturwissenschaftlich darstellen lässt. Es gibt gute philosophische Gründe dafür, dass die Wirklichkeit größer ist als das, was sich naturwissenschaftlich darstellen lässt.“ [Thesenpapier von Dr. Frank Vogelsang]

 

Link zur Veranstaltungsseite „Mensch – Welt – Gott“ der Evangelischen Akademie im Rheinland.

 

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