Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer

Samstag, 14. April 2018, 11.00-12.30 Uhr
im Aufseß-Saal, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer

Was hält uns jung? Gemeinschaft!
… denn Einsamkeit schmerzt, steckt an und bringt uns um

Stellen Sie sich vor, es gäbe eine Krankheit, die hierzulande immer häufiger auftritt und chronische Schmerzen verursacht – eine ansteckende, von der medizinischen Wissenschaft noch kaum erforschte Krankheit, die sich schneller ausbreitet, als die Immunität gegen sie aufgebaut werden kann, und die als eine der häufigsten Todesursachen in der zivilisierten westlichen Welt eingestuft wird. Eine Krankheit, die das Aufkommen anderer Leiden begünstigt, von Erkältungen über Depressionen und Demenz bis hin zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und Krebs. Diese Krankheit wäre mithin ein bedeutender Risikofaktor für andere häufige und tödliche Krankheiten. Zugleich wäre sie tückisch, denn viele Betroffene wüssten gar nicht, dass sie an ihr leiden. Diese Krankheit gibt es tatsächlich. Ihr Name: Einsamkeit. Aufklärung ist immer der erste Schritt zur Veränderung und daher auch zur Beantwortung der Frage, was uns gut tut.

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer ist Mediziner, Neurobiologe, Psychologe, Psychiater und Philosoph. Er ist Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm. Als Autor zahlreicher Bestseller beschäftigt sich Spitzer u.a. kritisch mit der Wirkung digitaler Medien auf Heranwachsende.

Vortragsfolien (pdf: 4,8 MB)

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