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Das künst­liche Selbst

Ver­körperte KI und Auto­nomie bei Robotern

Vortrag von Prof. Dr. Verena Hafner

Was bedeutet es, ein Selbst zu haben – und kann eine Maschine so etwas entwickeln? In der Forschung wird ein minimales Selbst oft über zwei Fähigkeiten beschrieben: das Erleben, selbst zu handeln (Sense of Agency), und das Gefühl, einen eigenen Körper zu haben (Sense of Body Ownership). Beides erscheint beim Menschen selbstverständlich, ist aber in seinen Mechanismen bis heute nicht vollständig verstanden.

Der Vortrag zeigt, wie diese Konzepte in der verkörperten Künstlichen Intelligenz aufgegriffen werden. Wie können Roboter lernen, die Folgen ihrer eigenen Handlungen vorherzusagen? Wie entwickeln sie ein Modell ihres Körpers in der Interaktion mit der Umwelt? Die Auseinandersetzung mit einem künstlichen Selbst eröffnet dabei eine doppelte Perspektive: Sie kann helfen zu verstehen, wie beim Menschen ein Selbst entsteht, und liefert zugleich neue Ansätze für autonome Systeme. Das betrifft nicht nur technische Fragen der Steuerung und des Lernens, sondern auch die Qualität der Mensch-Roboter-Interaktion. Damit führt die Frage nach dem künstlichen Selbst direkt zu einer grundsätzlichen Überlegung: Welche Aspekte eines Selbst lassen sich technisch realisieren – und wo liegen die Grenzen?

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