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Die KI – dein Freund und Helfer?

Wege zur Zusammen­arbeit von natür­licher und künst­licher Intelligenz

Abschlussdiskussion; Moderation: Helmut Fink

Neben Fragen, die in den Vorträgen des Symposiums offen geblieben sind, sollen auf dem Podium vor allem folgende zwei Problemkreise erörtert werden:

1. Welche Kriterien stehen uns zur Verfügung, um technischen Systemen ein inneres Erleben, Bewusstsein oder Leidensfähigkeit zuzuschreiben? Diese Frage mag vielen Beobachtern der KI-Entwicklung noch nicht relevant erscheinen, aber sie ist von grundlegendem philosophischem Interesse. Spätestens sobald (oder seit?) KI-Systeme den klassischen Turing-Test besser bestehen können als Menschen, stellt sich die Frage nach einem potentiellen Personenstatus informationsverarbeitender Systeme neu: Bei welchem Gegenüber ist Empathie grundsätzlich angebracht und wo beginnt der »Kohlenstoff-Chauvinismus«?

2. Welche Art des Werkzeuggebrauchs liefert uns ein gutes Vorbild für den Umgang mit KI? Diese Frage setzt eine dienende Rolle von KI-Systemen voraus und nimmt in den Blick, für welche Art von Problemen sie uns dienlich sein kann. Dabei wird neben Anforderungen der Authentizität und Zurechenbarkeit auch zu überlegen sein, inwieweit der Einsatz von KI die persönlichen Fähigkeiten der Menschen durch fokussierte Zuarbeit und punktuelle Entlastung steigert – und ab wann ihr Einsatz andererseits ins Schädliche kippt, weil den Menschen Übersicht und eigenes Verständnis zur Beurteilung der KI-Produkte abhanden kommt.

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