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In Kooperation mit der Giordano-Bruno-Stiftung gbs.

Auf Wissen und Glauben
Was taugen Studien zur Alter­nativ­medizin?

Vortrag von Dr. Christian Weymayr

Können Horoskope die Zukunft vorhersagen? Viele Menschen sind ja davon überzeugt. Wer dazu eine Studie machen möchte, wird trotzdem keine öffentlichen Fördermittel bekommen. Man wird dem Antragsteller mitteilen, dass man 1. die Zukunft nicht vorhersagen kann und 2. die Sternenkonstellation bei unserer Geburt keinen Einfluss auf unser Leben hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Studie ein sinnvolles Ergebnis liefert, ist also null, Fördermittel wären rausgeschmissenes Geld.

In der Medizin läuft das komplett anders. Da spielt die Plausibilität einer Annahme keine Rolle. Jedes Hintergrundwissen, das heißt, alle Erkenntnisse der Physik, Chemie, Physiologie und Pharmakologie, werden nicht beachtet. Es zählen einzig und alleine die Ergebnisse aus Studien mit Patienten. Deshalb werden auch Studien zu Alternativmedizin gefordert – und gefördert. So finanzierte erst kürzlich der Bayerische Landtag mit etlichen hunderttausend Euro eine Homöopathie-Studie. Zwei Anwendungen der Akupunktur müssen sogar von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden, wegen angeblich positiver Studienergebnisse.

Dass klinische Studien über Nutzen und Schaden von Medikamenten und anderen Maßnahmen entscheiden, ist zweifellos eine Erfolgsgeschichte. Für die Beurteilung von Alternativmedizin sind sie dagegen ein Desaster. Dass sich die wissenschaftliche Medizin trotzdem hartnäckig weigert, Homöopathie, Akupunktur und andere Verfahren gemäß ihrer Plausibilität zu prüfen, spielt der Alternativmedizin in die Karten. Warum das so ist, und welche Lösungen es gibt, darum soll es in diesem Vortrag gehen.

In Kooperation mit der Regionalgruppe Mittelfranken der Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften GWUP.

Anmeldung über Bildungszentrum Nürnberg; Eintritt: € 10,00 (bzw. € 6,50 ermäßigt, für Kortizes-Förderkreis sowie Schüler/Studierende).

Kurs Nr. folgt

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