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Ist mathe­matisches Denken Begabungs­sache?
Intelligenz­profile und kognitive Strategien im MINT-Bereich

Vortrag von Prof. Dr. Elsbeth Stern

Unterschiede zwischen Menschen in der Informationsverarbeitung und im schlussfolgernden Denken lassen sich zuverlässig mit Intelligenztests messen, und sie sind auf genetische Unterschiede zurückzuführen. Intelligenztests sagen den Lernerfolg in sehr vielen Gebieten vorher, besonders auch in der Mathematik. Ob es über die allgemeine Intelligenz hinaus eine spezifische mathematische Begabung gibt, wird kontrovers diskutiert. Eine direkte genetische Disposition kann es nicht geben, da Mathematik, so wie sie heute betrieben wird, erst wenige hundert Jahre alt ist, aber möglicherweise gibt es indirekte Einflussfaktoren. Die Frage nach einer spezifischen mathematischen Begabung ist von großer Bedeutung, weil sie von vielen Mathematiklehrpersonen angenommen wird, wenn es um die Erklärung von unzureichendem Lernerfolg geht. So einfach ist das allerdings nicht, da die Unterrichtsqualität Leistungsunterschiede zu einem beachtlichen Teil erklären kann.

Bildquelle: Wikimedia Commons/NASA (PD) [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Annie_Easley_in_NASA.jpg]

Dieser Vortrag musste leider krankheitsbedingt entfallen.