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Symposium 2020

Das Gehirn als Vorhersagemaschine
Haben Neurowissenschaften eine Vereinigungstheorie?

Vortrag von Prof. Dr. Lars Muckli

Ist das Gehirn eine Vorhersagemaschine? Unsere Nervenzellverbände lernen über die Inhalte in der Außenwelt, indem sie sich auf Vorhersagespiele einlassen. Vorhersagemodelle werden gebaut und behalten, sofern sie nützlich sind, und verworfen oder angepasst, falls sie Vorhersagefehler hervorbringen. Das ist der grundsätzliche theoretische Rahmen der Vereinigungstheorie. Wir verwenden Hirn-Bildgebung, um empirische Unterstützung dieser Theorie zu finden. Unsere Probanden navigieren durch virtuelle Welten und wir beobachten, wie im Gehirn die Zukunft vorweggenommen wird. Ein grundsätzliches Verständnis der zugrunde liegenden Hirnprozesse kann zum Beispiel durch das Zusammenarbeiten vieler internationaler Forschungsteams wie im Human Brain Project vorangetrieben werden.

Bildquelle: Wikimedia Commons/Najwa Marafie [CC BY-SA-2.0]

Symposium 2020: Abstracts in der Reihenfolge des Programms

John-Dylan Haynes: Dem Geist auf der Spur

Lars Muckli: Das Gehirn als Vorhersage­maschine

André Gessner: Die Darm-Hirn-Achse

Herta Flor: Körperrepräsentation und Schmerz

Wolf Singer: Natürliche und künstliche Intelligenz

Moritz Helmstaedter: Connectomics – Karten des Denkens

Grischa Merkel: Lieber nicht denken?

Achim Stephan: Situierte Affektivität

Beate Krickel: Der Sitz des Geistes und das Unbewusste

Claus-Christian Carbon: Ist der leiblose Geist ein seelenloser Körper?

Bigna Lenggenhager: Körper und Kognition

Holger Lyre: Der erweiterte Geist

Podiumsdiskussion: Ein Gehirn denkt nie allein

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