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Symposium 2018

Jung im Kopf
Erstaunliche Einsichten der Gehirnforschung in das Älterwerden

Vortrag von Prof. Dr. Martin Korte

Altern, so die These des Hirnforschers und Lernexperten Martin Korte, ist keineswegs gleichbedeutend mit körperlichem und geistigem Verfall. Das mittlere und höhere Alter sind vielmehr menschliche Entwicklungsphasen mit bestimmten Eigenheiten, Schwächen, aber auch besonderen Fähigkeiten und Stärken, die wir erkennen und nutzen sollten. Auf der Grundlage neuester Forschung stellt Korte die Alterungsprozesse des Gehirns dar, die sowohl individuell als auch im betrieblichen Kontext bedeutsam sind. Er räumt auf mit dem Mythos, dass Denk- und Gedächtnisfähigkeiten im Alter vor allem schwinden. Im Gegenteil: In vielen Dingen werden ältere Menschen sogar besser. Man muss nur wissen und verstehen, was das alternde Gehirn braucht, um weiterhin gut zu funktionieren, und was man selbst dazu beitragen kann. Korte zeigt auch, wie wir dem Älterwerden entschlossener begegnen können, und zwar frühzeitig: Denn Altern beginnt weder erst mit dem 60. Lebensjahr, noch verläuft es in starren, unveränderlichen Bahnen. So wirkt sich zum Beispiel auch die eigene Erwartungshaltung auf die geistige Leistungsfähigkeit im höheren Alter aus. Und das bedeutet: Wir können den Alterungsprozess unseres Gehirns beeinflussen.

Bildquelle: Wikimedia Commons/Infomatique