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Das Politische ist persönlich
Tagebuch einer »Abtreibungsärztin«

Lesung von Dr. Kristina Hänel und anschl. Podiumsgespräch mit Dr. Michael Schmidt-Salomon

Von einer, die auszog, einen Unrechtsparagrafen zu kippen: die Gießener Ärztin Kristina Hänel und ihr Kampf für das Recht auf Information zum Schwangerschaftsabbruch.

Als Kristina Hänel am 3. August 2017 nach Hause kommt, erwartet sie ein Brief vom Amtsgericht. »Strafverfahren gegen Sie wegen Werbens für den Abbruch einer Schwangerschaft …«. Laut §219a StGB gilt die Sachinformation auf ihrer Homepage als Werbung und ist verboten, ein Umstand, den Abtreibungsgegner nutzen, um Mediziner*innen bundesweit anzuzeigen. Bis dato unbemerkt von einer breiteren Öffentlichkeit. Dies ändert sich mit der »Causa Hänel«, als die Ärztin ihren Fall mit einer Petition öffentlich macht und mit Haut und Haar für die Aufklärung über §219a und seine Abschaffung eintritt.

In ihrem persönlichen Tagebuch hält Kristina Hänel mit ungefilterter Offenheit fest, welche inneren und äußeren Kämpfe sie vor, während und nach dem Prozess begleiten und wie sie zu der öffentlichen Person wurde, die sie heute ist. Dabei ordnet sie ihr Engagement gegen den §219a ebenso in die Geschichte des Kampfes für Frauengesundheit ein wie in den Kontext ihres Wirkens als Ärztin und Mensch. Erkennbar wird eine beherzte Frau, die stets versucht, anderen zu helfen und das Richtige zu tun.

Bildquelle: Flickr Creative Commons/BTF Bündnis 90 Die Grünen

Eintritt: € 8,00 (ermäßigt: € 5,00; für Studierende, Kortizes-Förderkreismitglieder, bfg- und gbs-Fördermitglieder). Karten nur vor Ort, keine Vorbestellung möglich.

Buchtitel

Presseberichte und Rückblick

Pressespiegel 09.07.2019: Vortrag »Impf-Streitigkeiten«; Quelle: Nürnberger Nachrichten NN / Nürnberger Zeitung NZ, S. 8 (Wohin in Nordbayern)

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Pressespiegel 23.05.2019: Selbstbestimmung bei Schwangerschaftsabbrüchen – Informationen statt Tabus; Quelle: Humanistischer Pressedienst hpd

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Pressespiegel 18.05.2019: Säkulare Bustour; Quelle: Nürnberger Nachrichten NN, S. 12

Pressespiegel 17.05.2019: Vom langen Kampf gegen den Paragrafen 2019a – Die Gießener Abtreibungsärztin Kristina Hänel (…) stellt in Nürnberg ihr Buch vor; Quelle: Nürnberger Nachrichten NN, S. 3

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Pressemitteilung Nr. 13/2019, 03.05.2019: Tagebuch einer »Abtreibungsärztin« – Kristina Hänel im Rahmen der bundesweiten Buskampagne zu Gast in Nürnberg

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Hänel • Podcast-Gespräch • Das Politische ist persönlich – Tagebuch einer »Abtreibungsärztin«

Welche Folgen hat die gesetzliche Einschränkung des Informationsrechtes für ungewollt Schwangere? Warum bringt auch die Neufassung des Paragraphen 219a keine Verbesserung der Selbstbestimmung der Frauen? Die auf der Grundlage des »Werbeverbotes« für Abtreibungen angeklagte Ärztin Kristina Hänel erläutert im Gespräch mit Brynja Adam-Radmanic, welche Gefahr für Frauengesundheit und -leben von den selbsternannten christlichen »Lebensschützern« weltweit ausgeht. Obwohl es in Deutschland die Möglichkeit zur Abtreibung gebe, erklärt Hänel, sorge die von Fundamentalisten geförderte Tabuisierung auch hierzulande dafür, dass die Versorgung schlechter ist als sie sein könnte. Frauen in einer Notsituation verlören aufgrund des mangelhaften Informationsflusses wertvolle Zeit, gerieten auf der Suche nach einem Beratungsschein in die Fänge manipulativer, christlicher Vereine und würden bei Abbrüchen mit veralteter Technik einem höheren Risiko für Gesundheitsschäden und Unfruchtbarkeit ausgesetzt als das beim medizinischen Goldstandard der Fall wäre.