
Ist der Humanismus notwendigerweise atheistisch? Ja und nein
21.03.2027, 11:00 - 14:00
Ist der Humanismus notwendigerweise atheistisch?
Ja und nein
Vortrag von Prof. Dr. Horst Junginger; Moderation: Helmut Fink, Klaviermusik: Claus Gebert
Legt man den Homo-Mensura-Satz des antiken Philosophen Protagoras über den Menschen als Maß aller Dinge zugrunde, ist der Humanismus ohne Zweifel »gottlos«. Doch der Atheismus hat seine Tücken. Denn mit Gott verneint er etwas, an dem seine Existenz hängt. Dem Humanismus das Adjektiv »atheistisch« beizufügen, würde die negative Abhängigkeit von der Theologie als »Lehre von Gott« nur bestätigen. Der junge Marx hat deshalb Recht, wenn er den Atheismus als die letzte Stufe des Gottesglaubens bezeichnet: die Bejahung Gottes in der Form seiner Verneinung.
Der Vortrag argumentiert für einen über sich selbst aufgeklärten Humanismus, der seine Daseinsberechtigung nicht aus der Verneinung von Gott und Religion herleitet. Dass die gesellschaftliche Entwicklung der Theorie vorauseilt, sieht man daran, dass mit Ausnahme einer stark religiösen und antireligiösen Minderheitsposition die meisten Menschen zu Atheisten im Sinne bloßer Religionslosigkeit geworden sind.
Eintritt: € 12,00 (ermäßigt: € 9,00; für Studierende) zzgl. Getränke und Verzehr. Nur Tageskasse, keine Voranmeldung. Die Zahl der Plätze ist begrenzt, Einlass in der Reihenfolge des Erscheinens. Warme und kalte Getränke sowie kleinere Frühstückshappen können vor Ort hinzugebucht werden. Programmablauf: 11:00 Uhr: Beginn mit Klaviermusik; 11:15 Uhr: Beginn des Vortrags / der Diskussion; ca. 12:15 Uhr: Pause mit Klaviermusik; 14:00 Uhr: Ende mit Klaviermusik.

In Kooperation mit der Giordano-Bruno-Stiftung gbs.
