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Humanis­tische Lebens­begleitung in Krisen­zeiten
Perspek­tiven des zeit­genössischen Huma­nismus

Humanistischer Campus des bfg Bayern mit Dr. Dorothea Winter, Moderation: Tanja Reitmeier (bfg Bayern); anschließend Diskussion

Jede Zeit hat ihre Krisen, jedes Leben seine Erschütterungen. Zu den Klimaveränderungen, neuen Kriegen und sozialen Ungleichheiten tritt gegenwärtig eine Transformation, die das Selbstverständnis des Menschen im Kern berührt. Künstliche Intelligenz durchdringt Arbeitswelten, Bildungsprozesse und intime Entscheidungen, sie verschiebt die Grenze zwischen menschlichem Urteil und maschineller Empfehlung und wirft damit die alte humanistische Frage nach dem Menschen unter neuen Vorzeichen auf. Wer entscheidet, wenn Systeme entscheiden? Welche Formen von Autonomie, Verantwortung und Trost bleiben tragfähig, wenn algorithmische Verfahren zunehmend deuten, sortieren und vorschlagen?

Kein menschliches Leben bleibt verschont von existenziellen Widerfahrnissen und der Angst vor ihrem Eintreten, von Unfällen und Krankheit, von Einsamkeit, Sinnverlust und Vergänglichkeit. Der Sammelband, den die Referentin in ihrem Vortrag vorstellt, untersucht die Potentiale von Philosophie, Psychologie und humanistischer Weltanschauung, Menschen im Umgang mit schwierigen Herausforderungen zu begleiten. Er fragt zugleich, wie sich diese Ressourcen unter den Bedingungen einer digitalisierten und datengetriebenen Lebenswelt behaupten. Denn wo Selbstoptimierung als Imperativ auftritt und Resilienz zur individuell abverlangten Leistung gerät, geraten machtförmige Strukturen aus dem Blick, die Krisen überhaupt erst hervorbringen und ungleich verteilen.

Neben wissenschaftlichen Beiträgen versammelt der vorgestellte Sammelband Praxisreflexionen von Psycho- und Traumatherapeuten, Lehrern und einer humanistischen Beraterin. Ob Lebenskunst, heitere Melancholie, Resilienz, Dialektik der Hoffnung, Helfen ohne Heil oder das Philosophieren mit Kindern, die vorgestellten Konzepte eröffnen Umgangs- und Auswegsoptionen, ohne mögliche Grenzen zu verschweigen.

Im Online-Vortrag verbindet Dorothea Winter diese Perspektiven mit einer erkenntnistheoretischen und machtkritischen Befragung der Künstlichen Intelligenz und fragt, welche Gestalt humanistische Lebensbegleitung annimmt, wenn Maschinen zu vermeintlichen Ratgebern in existenziellen Lagen werden. Kurzum, eine Fundgrube kritischer Zuversicht für alle, die professionell in sozialen, pädagogischen oder psychologischen Berufen arbeiten, wie auch für all jene, die sich in den kleinen und großen Schlamasseln der Welt zurechtfinden müssen.

Der Vortrag war ursprünglich mit dem Herausgeber des Sammelbands, Prof. Dr. Ralf Schöppner als Referent angekündigt.

Diese Veranstaltung findet live online über diesen Zugangslink statt (Meeting-ID: 845 2070 4889). Die Teilnahme ist kostenfrei. Der Humanistische Campus ist ein Online-Veranstaltungsformat des HVD Bayern, in Kooperation mit Kortizes. Zur Deckung der entstehenden Kosten bitten wir herzlich um Spenden an Kortizes: Entweder über Paypal oder per Überweisung. Vielen Dank! Spenden sind aufgrund der Gemeinnützigkeit steuerlich absetzbar.

Teilnahme an Online-Vorträgen erfolgt in Echtzeit mit anschließender Gelegenheit zur Diskussion:

Muss ich mich für den Vortrag anmelden?

Nein, es ist weder eine Registrierung noch ein Passwort notwendig. Sie brauchen nur den Link, der die sogenannte Meeting-ID enthält.

Brauche ich ein spezielles Programm, um teilnehmen zu können?

Wir verwenden Zoom für diesen Online-Vortrag. Zum Teilnehmen brauchen Sie aber weder die Zoom-App noch einen Account dort. Wenn Sie wollen, können Sie sich bei Zoom anmelden, das Programm von dort herunterladen und zum Schauen verwenden. Sie müssen das jedoch nicht tun. Dann nehmen Sie einfach per Browser teil. Nach dem Klicken auf unseren Vortragslink gelangen Sie auf die Website von Zoom, wo Sie diese Option auswählen können (unter den Download-Links in etwas kleinerer Schrift).

Ich werde aber auch dann aufgefordert meinen Namen anzugeben. Kann ich nicht auch anonym teilnehmen?

Doch, wenn Sie über Browser teilnehmen, können Sie Ihren Namen frei wählen, also entweder ihren vollen Namen angeben oder nur ihren Spitznamen oder auch ein Pseudonym wie zum Beispiel Zuschauerin75.

Komme ich dann direkt in den Vortrag?

Nein, Sie gelangen erst in eine Art Warteraum bis der Moderator Sie freischaltet. Wenn Sie sich kurz vor Beginn der Veranstaltung reinklicken, sollte die Wartezeit gering sein. Nach Beginn der Veranstaltung ist ein Eintritt auch noch möglich, wenn noch Platz ist, aber es könnte etwas dauern, wenn etwa der Moderator gerade damit beschäftigt ist, den Referenten vorzustellen.

Bin ich selbst zu hören und zu sehen, wenn ich teilnehme?

Das hängt von ihren technischen Gegebenheiten und ihren Wünschen ab. Wenn Sie ein Mikrofon und eine Kamera an ihrem Gerät haben, können Sie sich für den Referenten, den Moderator und die anderen Teilnehmer hörbar bzw. auch sichtbar machen, wenn Sie dies möchten. Das ist vor allem relevant, wenn Sie sich nach dem Vortrag an der Fragerunde und Diskussion beteiligen wollen.

Es ist aber natürlich möglich, (erstmal) einfach nur zuzuhören und -schauen, ohne selbst gesehen und gehört zu werden. Wenn die anderen Teilnehmer von Ihnen nur Ihren Namen/ihr Pseudonym sehen sollen, aber nicht ihr Video, treten Sie der Veranstaltung ohne Video bei bzw. deaktivieren Sie nach Eintritt in die Veranstaltung ihr eigenes Video, so dass das Kamera-Symbol in Ihrer Zoom-Ansicht durchgestrichen erscheint. Das Mikrofon-Symbol sollte auch durchgestrichen sein. Das wird standardmäßig aber ohnehin der Fall sein, weil dies ungewollte Störungen durch Mikrofon-Geraschel verhindert.

Wie kann ich den Moderator kontaktieren bzw. auf mich aufmerksam machen, z.B. nach dem Vortrag, wenn ich eine Publikumsfrage stellen will?

Zur Kontaktaufnahme gibt es den Chat, über den Sie sich entweder an alle Teilnehmer oder nur an den Moderator wenden können. Wenn Sie eine Publikumsfrage in der Diskussionsrunde nach dem Vortrag stellen wollen, können Sie zudem das blaue Handsymbol benutzen. Wenn Sie darauf klicken, sieht der Moderator, dass sie virtuell die Hand heben und kann Ihnen das Wort übergeben, so dass Sie per Audio und – wenn Sie wollen – auch per Video Ihre Frage stellen können.

Presseberichte und Rückblick

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Pressespiegel 09.02.2024: 21.07.2026: Humanistische Lebensbegleitung in Krisenzeiten und das Ringen um Wahrheit mit der Philosophie. Philosophin online im Humanistischen Campus, Quelle: hpd

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