Pressemitteilungen 2026
Kortizes Pressemitteilung Nr. 10/2026; Nürnberg, 07.04.2026
»Götter aus dem All?«: Erich von Däniken auf dem Prüfstand
»Vom Reiz des Übersinnlichen« im Nürnberger Planetarium
Am Dienstag, 21. April 2026, ist um 19.30 Uhr der Archäologe und Blogger Leif Inselmann zu Gast im Planetarium Nürnberg (am Plärrer). In seinem Vortrag »Götter aus dem All?« in der Veranstaltungsreihe »Vom Reiz des Übersinnlichen« des Instituts Kortizes wirft er einen abschließenden kritischen Blick auf die Ideen des kürzlich verstorbenen Prä-Astronautik-Verfechters Erich von Däniken. Jede/r kann teilnehmen, keine Vorkenntnisse nötig! Eintritt: € 10,- (erm. € 6,50). Karten sind erhältlich vor Ort oder im Kartenvorverkauf beim Bildungszentrum Nürnberg: Kurs-Nr. 00933. Infos: https://kortizes.de/21-04-2026/. Mitveranstalter ist die Regionalgruppe Mittelfranken der Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften GWUP.
Zum Inhalt: »Die Götter waren Astronauten!« – Mit der These von außerirdischen Besuchern in ferner Vergangenheit begeisterte Erich von Däniken seit 1968 ein Millionenpublikum. Von der akademischen Wissenschaft einhellig zurückgewiesen, hat sich die sogenannte Prä-Astronautik doch seitdem zu einem multimedialen Phänomen entwickelt. Neben ungezählten Büchern verbreiten längst auch Doku-Serien wie »Ancient Aliens« und Influencer in sozialen Medien die Idee der »Astronautengötter«. Doch halten die angeblichen Belege einer Überprüfung stand? Am 10. Januar 2026 ist Erich von Däniken verstorben. Zeit für eine Rückschau: Der Archäologe Leif Inselmann diskutiert die Ursprünge der Prä-Astronautik, ihre Argumente und Entwicklung. Was bleibt nach mehr als einem halben Jahrhundert vom Phänomen Erich von Däniken?
Leif Inselmann ist Archäologe und Blogger. Er studierte Ur- und frühgeschichtliche Archäologie und Altorientalistik in Göttingen. Seit 2024 promoviert er an der Freien Universität Berlin zur Archäologie der Bronzezeit. Leif Inselmann ist Mitglied der Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften GWUP. Auf dem Blog »Wunderkammer der Kulturgeschichte« (wunderkammer.inselmann.net) setzt er sich kritisch mit kontroversen Thesen zur Geschichte und Archäologie auseinander.
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Kortizes Pressemitteilung Nr. 09/2026; Nürnberg, 30.03.2026
KI: Der neue Gott?
Philosophin stellt in Fürth ihr aktuelles Buch vor
Am Montag, 13. April 2026 ist um 19.30 Uhr (Einlass: 19 Uhr) die Philosophin und Medienethikerin Prof. Dr. Claudia Paganini zu Gast in Fürth: Im Kino Babylon am Rande des Fürther Stadtparks, Nürnberger Str. 3, stellt sie ihr aktuelles Buch vor: »Der neue Gott – künstliche Intelligenz und die menschliche Sinnsuche«. Veranstalter der Vortragsreihe »Freier Geist in Fürth« ist der Bund für Geistesfreiheit bfg Fürth – zusammen mit den bfg-Ortsgruppen Nürnberg und Erlangen und zusammen mit dem Institut für populärwissenschaftlichen Diskurs Kortizes. Jede/r kann teilnehmen! Keine Vorkenntnisse erforderlich. Eintritt: € 9,- (erm. € 6), nur Abendkasse, keine Voranmeldung. Infos: https://kortizes.de/13-04-2026/.
Zum Inhalt: Ist Künstliche Intelligenz der neue Gott des digitalen Zeitalters? In ihrem tiefgründigen Vortrag entfaltet Claudia Paganini eine philosophisch brisante These: Erstmals erschafft der Mensch einen Gott, statt ihn nur zu denken. Die KI übernimmt zunehmend, was einst der Religion vorbehalten war: Sinnstiftung, Orientierung, allzeit verfügbare Antworten. Wir beten nicht mehr, wir klicken. Mit analytischer Schärfe und theologischem Weitblick untersucht Paganini die spirituellen Konsequenzen dieser Entwicklung und zeigt: Im anbrechenden dritten Jahrtausend könnten nicht nur Menschen durch KI ersetzt werden, sondern auch kein geringerer als Gott selbst. Eine provokante Überlegung an der Schnittstelle von Religion, Weltanschauung und Technik.
Prof. Dr. Claudia Paganini ist Philosophin und Medienethikerin. Sie lehrt und forscht derzeit an der Universität Innsbruck. 2005 hat sie in Philosophie promoviert und 2018 im Fach Medienethik habilitiert. Nach beruflichen Stationen in Athen, Limerick, Mailand und Zagreb war sie von 2021 bis 2024 Inhaberin der Professur für Medienethik an der Hochschule für Philosophie München.
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Kortizes Pressemitteilung Nr. 08/2026 Nürnberg, 24.03.2026
Der Krieg der Geschlechter: Zwischen Biologie und sozialem Konstrukt
»Vom Reiz des Übersinnlichen« im Nürnberger Planetarium
Am Dienstag, 7. April 2026, ist um 19.30 Uhr die Professorin für Mikrobielle Immunologie Prof. Dr. Ilse Jacobsen zu Gast im Planetarium Nürnberg (am Plärrer). In ihrem Vortrag »Krieg der Geschlechter: Zwischen Biologie und sozialem Konstrukt« in der Veranstaltungsreihe »Vom Reiz des Übersinnlichen« des Instituts Kortizes räumt sie mit Mythen um Geschlechter auf und positioniert sich mit wissenschaftlicher Argumentation. Jede/r kann teilnehmen, keine Vorkenntnisse nötig! Eintritt: € 10,- (erm. € 6,50). Karten sind erhältlich vor Ort oder im Kartenvorverkauf beim Bildungszentrum Nürnberg: Kurs-Nr. 00932. Infos: https://kortizes.de/07-04-2026/.
Zum Inhalt: Ist Geschlecht ein Spektrum, gibt es weibliche Gehirne und liegt es an der Biologie, wenn Männer besser einparken? Früher war es ganz einfach, Männer gingen arbeiten, während die Frauen sich um Kinder und Haushalt kümmerten, denn das entspräche »der Natur«, gemäß dem Vorhandensein von Hoden oder Eierstöcken. Heute wird die Frage gestellt, ob Geschlecht nicht ein rein soziales Konstrukt sei, eine Frage der Identität, die nichts damit zu tun habe, was sich zwischen den Beinen befinde. Zwischen diesen beiden extremen Positionen ist ein erbitterter Kulturkampf entbrannt. Also höchste Zeit zu klären, was man in der Biologie unter Geschlecht versteht! Welche Unterschiede zwischen den biologischen Geschlechtern gibt es wirklich, wie groß sind sie und lassen sich daraus Geschlechterrollen ableiten? Nicht alles, was plausibel klingt, ist es bei genauerer Betrachtung auch. Hinterfragen lohnt sich und Beispiele aus dem Tierreich zeigen eindrücklich, wie unterschiedlich (und unterhaltsam!) die Strategien der biologischen Geschlechter sein können.
Prof. Dr. Ilse Jacobsen ist Professorin für Mikrobielle Immunologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie studierte Tiermedizin in Hannover und Pretoria (Südafrika), promovierte 2005 in Hannover und habilitierte sich 2016 in Jena, jeweils im Fachgebiet Mikrobiologie. 2020 ist sie erstmals auf YouTube und in den sozialen Medien auf Debatten rund um den Geschlechtsbegriff gestoßen. Seit einem Lancet-Cover 2021, auf dem der Begriff »bodies with vaginas« synonym für Mädchen und Frauen verwendet wurde, befasst sie sich intensiv mit der Thematik, den verwendeten Begriffen und Argumenten, aber auch den gesellschaftlichen Auswirkungen der Begriffsverschiebungen.
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Kortizes Pressemitteilung Nr. 07/2026 Nürnberg, 10.03.2026
Medizin-Mythen und Geschäfte: Wenn die Wissenschaft versagt
»Vom Reiz des Übersinnlichen«: Kritischer Arzt zu Gast im Nürnberger Planetarium
Am Dienstag, 24. März 2026, ist um 19.30 Uhr der Mediziner Prof. Dr. Peter Nawroth zu Gast im Planetarium Nürnberg (am Plärrer). Er spricht dort über »Medizin-Mythen und Geschäfte: Wenn die Wissenschaft versagt«. Mit diesem Vortrag beginnt die beliebte Veranstaltungsreihe »Vom Reiz des Übersinnlichen« des Instituts Kortizes. Jede/r kann teilnehmen, keine Vorkenntnisse nötig! Eintritt: € 10,- (erm. € 6,50), Gesamtreihe (vier Vorträge): € 33,- (erm. € 22,-). Karten sind erhältlich vor Ort oder im Kartenvorverkauf beim Bildungszentrum Nürnberg: Gesamtreihe (24.3. bis 5.5.): Kurs-Nr. 00930. Infos: https://kortizes.de/uebersinnliches2026/. Vortrag Nawroth am 24.3.: Kurs-Nr. 00931. Infos: https://kortizes.de/24-03-2026/.
Zum Inhalt der Reihe: Was passiert, wenn das System »Wissenschaft« versagt? Wenn ideologische Motive beginnen, biologische Tatsachen zu verdrehen? Wenn Geschichten ohne Prüfung für bare Münze genommen werden, nur weil sie nett erzählt sind? Wenn wir Fehlschlüssen und Denkfallen unterliegen? Eine Antwort lautet: Dann sind Kritik und skeptisches Denken gefragt.
Zum Vortrag am 24.3.: Der Vortrag wird einzelne Stufen der Entstehung biomedizinischer Forschungsergebnisse, insbesondere die für Patienten relevanten Schritte der Forschung analysieren. Es wird an konkreten Beispielen aufgezeigt, dass das Problem nicht glaubhafter Daten in der Medizin viel größer und umfassender ist, als angenommen. Im Vortrag wird erklärt, warum die verschiedenen Arten der Verstöße gegen Grundsätze der Wissenschaft in der Medizin nicht nur das Vertrauen der Menschen in das »System Medizin« zerstören, sondern auch zu einer gespaltenen, für Fake News und Populismus anfälligen Gesellschaft beitragen. Die Zuhörer werden angeleitet, unseriöse medizinische Wissenschaft zu erkennen, und informiert, wie mögliche Problemlösungen aussehen könnten. Zentral steht dabei die Forderung im Raum, dass das einzige Kriterium zur Bewertung der medizinischen Leistung der Nutzen für den Patienten (und nicht für das »System Medizin«) sein darf.
Prof. Dr. Peter Nawroth ist Mediziner und war bis zu seiner Emeritierung Professor und Lehrstuhlinhaber am Universitätsklinikum Heidelberg sowie Leiter des Heidelberg-IDC Translational Diabetes Programms am Helmholtz Zentrum in München. 2010 wurde ihm von der Universität Riga die Ehrendoktorwürde verliehen. 2025 erschien sein aktuelles Sachbuch »Nackte Medizin: Bloßstellung einer ideologisierten Wissenschaft«. Ein Jahr zuvor erschien der Thriller »Gesundheitsgewitter«.
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Kortizes Pressemitteilung Nr. 06/2026 Nürnberg, 24.02.2026
brainWEEK in Nürnberg: Vorträge und Workshops
Renommierte Referentinnen und Gehirnwerkstätten
Am Dienstag, 10. März 2026, spricht um 19.30 Uhr die Neurowissenschaftlerin Prof. Dr. Katrin Amunts im Planetarium Nürnberg (am Plärrer) über »Gehirn und KI – bald nicht mehr zu unterscheiden?«. Eintritt: € 10,- (erm. € 6,50), Karten erhältlich vor Ort oder im Kartenvorverkauf beim Bildungszentrum Nürnberg: Kurs-Nr. 00924. Infos: https://kortizes.de/10-03-2026/.
Der Vortrag bildet den Abschluss der Vortragsreihe »Vom Reiz der Sinne« des Instituts Kortizes und den Auftakt der Kortizes-Veranstaltungen zur Internationalen Woche des Gehirns »brainWEEK«: Am darauffolgenden Mittwoch, 11. März, und am Freitag, 13. März, bietet die Gedächtnistrainerin Stephanie Haas aus dem Kortizes-Team jeweils von 18 bis 21 Uhr in der Villa Leon zwei Gehirnwerkstätten an:
• 11.3.: »Nie wieder Namen vergessen« https://kortizes.de/11-03-2026/
• 13.3.: »Passwörter und PINs merken – leicht gemacht!« https://kortizes.de/13-03-2026/ Eintritt pro Person pro Gehirnwerkstatt: € 15,00 (erm. € 12,00), Anmeldung unter info@kortizes.de empfohlen (begrenzte TN-Zahl!), Kombi-Tickets buchbar (s. Weblinks).
Den Abschluss der brainWEEK bildet am Sonntag, 15. März, ein Vortrag der Neurobiologin Prof. Dr. Ruth Beckervordersandforth, die am Klinikum der hiesigen Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg über ganz bestimmte Nervenzellen im Gehirn, die Astrozyten, forscht. Im Rahmen des »Humanistischen Salons« spricht sie von 11 bis 14 Uhr in der Villa Leon über die Bedeutung dieser Astrozyten bei der Neuroplastizität, der Flexibilität unseres Gehirns. Eintritt: € 12,- (erm. € 9), Karten nur vor Ort, keine Anmeldung nötig. Infos: https://kortizes.de/15-03-2026/.
Für alle Angebote gilt: Jede/r kann teilnehmen, es sind keine Vorkenntnisse nötig!
Prof. Dr. Katrin Amunts ist Direktorin des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin am For- schungszentrum Jülich und Leiterin des Instituts für Hirnforschung am Uniklinikum Düsseldorf. Als Neurowissenschaftlerin leitete sie das EU-Flagship Human Brain Project (HBP) zur Erforschung des Gehirns und entwickelt mit europäischen Partnern die digitale Forschungsplattform EBRAINS.
Prof. Dr. Ruth Beckervordersandforth ist seit April 2025 Heisenberg-Professorin am Uniklinikum Erlangen der FAU. Sie hat in Münster Biologie studiert und in Neuroentwicklungsbiologie an der Universität Mainz promoviert. Sie forscht über die Rolle der Astrozyten im Gehirn beschäftigt sich damit, wie die direkte Umgebung Stammzelleneigenschaften beeinflusst.
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Kortizes Pressemitteilung Nr. 05/2026; Nürnberg, 10.02.2026
Hirnforschung und weltanschauliche Konsequenzen
»Vom Reiz der Sinne«: Neuropsychologe zu Gast im Nürnberger Planetarium
Am Dienstag, 24. Februar 2026, ist um 19.30 Uhr der Neuropsychologe PD Dr. Christian Hoppe zu Gast im Planetarium Nürnberg (am Plärrer). Er spricht dort über »Physische Realität des Psychischen?« – im Rahmen der Vortragsreihe »Vom Reiz der Sinne« des Instituts Kortizes. Ausgehend von der subjektiven Welt von uns Menschen, unserer „Innensicht“, stellt der Referent in seinem Vortrag weltanschauliche Konsequenten der Hirnforschung zur Diskussion. Jede/r kann teilnehmen, keine Vorkenntnisse nötig! Eintritt: € 10,- (erm. € 6,50), Karten erhältlich vor Ort oder im Kartenvorverkauf beim Bildungszentrum Nürnberg: Kurs-Nr. 00923. Infos: https://kortizes.de/24-02-2026/.
Zum Inhalt: Die Unmöglichkeit einer Hirntransplantation zeigt, dass wir unsere Gehirne nicht in der Weise »haben« wie die anderen Organe. Womit genau in unserem Gehirn aber sind wir als erlebnisfähige Subjekte identisch? Was folgt daraus für unser Welt- und Menschenbild? Was immer auch menschliches Verhalten noch anderes sein mag: Die Anerkennung der Gültigkeit der Physik, für dasjenige, was an unserem Verhalten unstrittig physischer Natur ist, hat bereits weitreichende weltanschauliche Konsequenzen.
Priv. Doz. Dr. Christian Hoppe studierte katholische Theologie in Hennef/Sieg und Bonn (Diplom 1993) und dann Psychologie in Bonn (Diplom 1997). Nach einem Jahr am Max-Planck-Institut für neuropsychologische Forschung (jetzt Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften) in Leipzig, ist er seit 1998 an der Klinik und Poliklinik für Epileptologie des Universitätsklinikums Bonn tätig (Direktor: Prof. Dr. Rainer Surges, vormals Prof. Dr. Christian E. Elger). Er promovierte 2004 und habilitierte sich 2015. Seit 2024 ist er leitender Neuropsychologe (Intervention).
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Kortizes Pressemitteilung Nr. 04/2026; Nürnberg, 27.01.2026
Die Welt im Kopf: Wie das Gehirn Realität erschafft
FAU-Forscher in der Vortragsreihe »Vom Reiz der Sinne« im Nürnberger Planetarium
Am Dienstag, 10. Februar 2026, ist um 19.30 Uhr der Mediziner und Neurowissenschaftler Prof. Dr. Christian Alzheimer zu Gast im Planetarium Nürnberg (am Plärrer). Im Rahmen der Vortragsreihe »Vom Reiz der Sinne« des Instituts Kortizes spricht er über »Die Welt im Kopf: Wie das Gehirn Realität erschafft und was die Sinne dazu beitragen«. Alzheimer forscht an der hiesigen Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg (FAU) über die Grundlagen höherer Hirnfunktionen im gesunden und erkrankten Gehirn. Jede/r kann teilnehmen, keine Vorkenntnisse nötig! Eintritt: € 10,- (erm. € 6,50), Karten erhältlich vor Ort oder im Kartenvorverkauf beim Bildungszentrum Nürnberg: Kurs-Nr. 00922. Infos: https://kortizes.de/10-02-2026/.
Zum Inhalt: Das Bewusstwerden eines Sinneseindrucks stellen wir uns typischerweise so vor, dass der Weg vom Sinnesorgan über verschiedene Zwischenstationen zur Hirnrinde führt (»bottom-up«). Tatsächlich unterliegt dieser Prozess aber zugleich »top-down«-Einflüssen. Unsere individuell erworbenen Erfahrungen und Einsichten darüber, wie die Welt um uns herum beschaffen ist, erzeugen Vorannahmen darüber, was ein neuer Reiz am ehesten bedeuten könnte. Noch während der Verarbeitung des aktuellen Reizmusters zu einer bewussten Wahrnehmung werden dazu passende Erinnerungen durch Top-down-Prozesse aktiviert und nach Übereinstimmungen mit früheren Erfahrungen überprüft. Die Sinnessysteme liefern kein 1:1-Abbild der Realität. Die Welt im Kopf beruht vielmehr auf einer durchaus fehleranfälligen und unvollständigen Rekonstruktion der äußeren Welt. Zauberer und Illusionisten wissen das für ihre Tricks zu nutzen.
Prof. Dr. Christian Alzheimer ist Ordinarius für Physiologie am Institut für Physiologie und Pathophysiologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg (FAU). Er war langjähriger Sprecher des Interdisziplinären Zentrums für Neurowissenschaften (IZN) der FAU und ist gewähltes Mitglied des Fachkollegiums »Neurowissenschaften« der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Mit Alois Alzheimer, Namensgeber der Alzheimer-Krankheit, ist er weitläufig verwandt.
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Kortizes Pressemitteilung Nr. 03/2026 Nürnberg, 19.01.2026
Gemeinsam gegen die moderne Welt
Podcaster spricht in Fürth über Rechtsradikalismus und religiösen Fundamentalismus
Am Montag, 2. Februar 2026 ist um 19.30 Uhr (Einlass: 19 Uhr) der Philosoph und Podcaster Dr. Dr. Sebastian Schnelle zu Gast in Fürth: Im Kino Babylon am Rande des Fürther Stadtparks, Nürnberger Str. 3 präsentiert er sein Buch »Gemeinsam gegen die moderne Welt: Wie Rechtsradikalismus und religiöser Fundamentalismus die offene Gesellschaft bedrohen«, das im Februar 2026 bei Alibri erscheint. Veranstalter der Vortragsreihe »Freier Geist in Fürth« ist der Bund für Geistesfreiheit bfg Fürth – zusammen mit den bfg-Ortsgruppen Nürnberg und Erlangen und zusammen mit dem Institut für populärwissenschaftlichen Diskurs Kortizes.Jede/r kann teilnehmen! Keine Vorkenntnisse erforderlich. Eintritt: € 9,-(erm. € 6,-), nur Abendkasse, keine Voranmeldung. Infos: https://kortizes.de/02-02-2026/.
Zum Inhalt: Die rassistische Rechte und der islamische Fundamentalismus werden als Gegenspieler wahrgenommen, die sich scharf voneinander abgrenzen und sogar bekämpfen. Doch zugleich definieren sie sich über einen gemeinsamen Feind: die moderne Welt, die offene Gesellschaft, die großstädtische Lebensweise. Bei genauer Betrachtung erweisen sich beide als einander sehr ähnliche reaktionäre Antworten auf die Herausforderungen der Moderne. Sebastian Schnelle arbeitet die oft übersehenen Schnittmengen zwischen Neuer Rechter, Alt-Right und Islamismus heraus. Dazu gehören die Ablehnung der Vernunft, Frauenfeindlichkeit, die Geringschätzung der Menschenrechte und Demokratieverachtung. Dabei spannt er den Bogen von den ideologischen Vorläufern zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zu den Online-Welten der Gegenwart.
Dr. Dr. Sebastian Schnelle promovierte 2011 an der University of Queensland, Brisbane, Australien, und 2013 an der Universität Halle zum Thema »Gewaltrechtfertigungsstrategien islamischer Fundamentalisten«. Er ist seit über 15 Jahren an den reaktionären Antworten auf die Moderne interessiert. Aktuell beschäftigt er sich mit dem Erstarken extremistischer Kräfte aller Art. Er betreibt den Podcast »Vorpolitisch«: vorpolitisch.podbean.com.
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Kortizes Pressemitteilung Nr. 02/2026 Nürnberg, 13.01.2026
Genetik sozialer Beziehungen
Vortragsreihe »Vom Reiz der Sinne« im Nürnberger Planetarium geht an den Start
Am Dienstag, 27. Januar 2026, beginnt um 19.30 Uhr im Planetarium Nürnberg (am Plärrer) die diesjährige Ausgabe der beliebten Vortragreihe »Vom Reiz der Sinne« des Instituts Kortizes. Zu Gast ist Prof. Dr. Tina Kretschmer, Professorin für Pädagogische und Entwicklungspsychologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg (FAU) In ihrem Vortrag über die »Genetik sozialer Beziehungen« geht sie u.a. der Frage nach, ob unsere DNA bestimmt, wie viele Freundschaften wir haben. Jede/r kann teilnehmen! Eintritt: € 10,- (erm. € 6,50), Karten erhältlich vor Ort oder im Kartenvorverkauf beim Bildungszentrum Nürnberg: Kurs-Nr. 00921, Gesamtreihe: 00920. Infos: bzw. https://kortizes.de/sinne2026/ bzw. https://kortizes.de/27-01-2026/.
Zum Inhalt der Reihe: Was macht uns Menschen aus? Sind wir unser Gehirn? Welches Menschenbild folgt aus aktuellen Erkenntnissen der Kognitions- und Hirnforschung? Große Fragen, die in dieser Reihe aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Kortizes hat dazu wieder führende Experten ins Planetarium eingeladen, diskutieren Sie mit!
Zum Vortrag am 27.1.: Wir unterscheiden uns fundamental in unseren sozialen Beziehungen und Fähigkeiten. Sind wirklich vor allem unsere früheren Bindungen zu den Eltern entscheidend dafür, wie sozial wir sind und welche Beziehungserfahrungen wir in Jugend und Erwachsenenalter machen? Oder spielen nicht doch unsere Gene eine größere Rolle als lange angenommen? Der Vortrag beleuchtet den gegenwärtigen Forschungsstand zum Zusammenspiel von Genen und Umgebung und deren Auswirkungen auf soziale Fähigkeiten und Beziehungen und lädt zum Nachdenken darüber ein, was es bedeutet, wenn unsere DNA unsere Freundschaften beeinflusst.
Prof. Dr. Tina Kretschmer ist Professorin für Pädagogische und Entwicklungspsychologie an der FAU Erlangen-Nürnberg und beschäftigt sich seit 15 Jahren mit der Frage, wie das Zusammenspiel zwischen Genetik und Umfeld individuelle Unterschiede in der sozialen Entwicklung erklärt. Vor ihrem Antritt an der FAU war sie an Universitäten in Großbritannien und den Niederlanden tätig.
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Kortizes Pressemitteilung Nr. 01/2026; Nürnberg, 02.01.2026
111 Tage, die die Welt bewegten: Eine säkular-humanistische Perspektive
Nürnberger Autor Ralf Nestmeyer im Humanistischen Salon (Villa Leon)
Am Sonntag, 18. Januar 2026 ist ab 11 Uhr in der Villa Leon der Nürnberger Autor Ralf Nestmeyer zu Gast in der Sonntagsmatinee »Humanistischer Salon« des Instituts Kortizes. In einem Podium der brisanten Bücher präsentiert er sein aktuelles Buch »111 Tage, die die Welt bewegten« aus säkular-humanistischer Perspektive. Helmut Fink moderiert, Klavierbegleitung durch Claus Gebert, beide aus dem Kortizes-Team. Jede/r kann teilnehmen! Keine Vorkenntnisse erforderlich. Eintritt: € 12,- (erm. € 9), nur Tageskasse, keine Voranmeldung. Frühstückshappen und Getränke können vor Ort hinzugebucht werden. https://kortizes.de/18-01-2026/.
Zum Inhalt: Es gibt Momente, in denen die Welt den Atem anhält. Tage, an denen sich das Schicksal von Nationen, Kulturen oder der gesamten Menschheit entscheidet. Die Weltgeschichte kennt dramatische Stunden des Umbruchs, sei es der Sturm auf die Bastille oder der Abwurf der Atombombe auf Hiroshima. Aus humanistischer Sicht erschütterte das Erdbeben von Lissabon (1755) das philosophische Weltbild, Charles Darwin entdeckte auf den Galápagos-Inseln die Entstehung der Arten, Watson und Crick die Decodierung des Lebens und der DNA-Struktur. Der Terroranschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo lässt uns wiederum über die Bedeutung von Meinungsfreiheit nachdenken. Der Vortrag erzählt von außergewöhnlichen Tagen – Tagen, die schockierten, inspirierten oder veränderten. Das zugrunde liegende Buch enthält 111 davon. Einige sind in die Geschichtsbücher eingegangen, andere wurden beinahe vergessen. Doch sie alle haben die Welt bewegt.
Ralf Nestmeyer ist Historiker und lebt als freier Autor in Nürnberg. Er war Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und von April 2018 bis Mai 2022 dessen Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter. 2022 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern von PEN Berlin. Er ist Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.
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