03.07.2018

Donnerstag, 3. Juli 2018, 19.00 Uhr
in der Kreuzeskirche Essen

Weltanschauungsdialog

Lasst uns reden!
Christliche und humanistische Positionen im Gespräch

mit Helmut Fink, Akademie für säkularen Humanismus
und Dr. Frank Vogelsang, Evangelische Akademie im Rheinland

[Einladung als pdf]

Teil 2
(Teil 1 am 29. November 2017)

Wie frei ist der Mensch wirklich? Ein Abend in der Kreuzeskirche in Essen thematisiert den Begriff der Freiheit im Spannungsverhältnis zwischen Wissenschaft und Religion. Zu dem Abend laden die Akademie für säkularen Humanismus und die Evangelische Akademie im Rheinland ein. 

Helmut Fink [Foto: Karin Becker]

Oft reden sie nur unter sich: Christinnen und Christen reden miteinander. Humanistinnen und Humanisten reden miteinander. Die Veranstaltung am 3. Juli 2018 lädt zum zweiten Male zu einem offenen Austausch zwischen den beiden unterschiedlichen Positionen und Sichtweisen an.

Der Physiker und Naturalist Helmut Fink, Direktor der Kortizes-Akademie für säkularen Humanismus, und der Ingenieur und Theologe Dr. Frank Vogelsang, Direktor der Evangelischen Akademie im Rheinland, diskutieren über das Verhältnis von Wissenschaft und Religion aus humanistischer und christlicher Perspektive. Der Fokus des Abends liegt auf dem Verständnis der menschlichen Freiheit. Der Abend wird moderiert von der Journalistin Irene Dänzer-Vanotti.

 

Ein offenes Gespräch von unterschiedlichen Standpunkten aus

Dr. Frank Vogelsang [Foto: Andrea Zmrzlak]

Wichtig ist bei diesem Format die Form des Gesprächs: Gespräche kann man führen als offene Gespräche oder als Scheingespräche. Bei Scheingesprächen kommt es auf die Außenwirkung an, wir erleben dies etwa bei Talkshows. In offenen Gesprächen kommt es auf den Austausch von Argumenten an. Sie müssen auf ihre Überzeugungskraft hin geprüft werden, nicht auf ihre mobilisierende Wirkung. Am Ende muss kein Konsens stehen, aber vielleicht Nachdenklichkeit oder ein größeres Verständnis der jeweils anderen Seite.

Mit Neugier und Bereitschaft zum Zweifel
Offene Gespräche setzen echte Fragen voraus. Fragen, die zeigen, dass man selbst nicht alles gut und schlüssig begründen kann. An diesem Abend geht es um den Mut, sich in einem offenen Gespräch solchen echten Fragen auszusetzen.

Ausgangspunkt ist die Frage: Wie frei ist der Mensch wirklich? Dazu stellen Helmut Fink und Dr. Frank Vogelsang jeweils ein Thesenpapier vor:

Helmut Fink: „Der Mensch ist auch dann determiniert, wenn er es nicht merkt.“ Seine These: „Menschliche Freiheit hat stets materielle Voraussetzungen und Grenzen. Die biologische Natur unseres Gehirns gehört dazu. Unser Wille, unsere Entscheidungen und unser Freiheitsgefühl sind ein Produkt natürlicher Prozesse.“ [Zum Thesenpapier von Helmut Fink.]

Dr. Frank Vogelsang: „Der Mensch ist auch dann frei, wenn er es nicht merkt.“ Seine These: „Freiheit ist keine Eigenschaft, die man messen könnte. Freiheit ist vielmehr eine Bedingung, die immer schon gegeben ist, aus der wir leben. Für Christinnen und Christen ist klar: Gott schenkt die Freiheit, aus der wir leben.“ [Zum Thesenpapier von Dr. Frank Vogelsang.]

Im ersten Teil des Gesprächs im November 2017 hat bereits eine erste Veranstaltung in diesem Format in der Kreuzeskirche stattgefunden; dabei stand die Wirklichkeitsauffassung zur Diskussion.

Link zur Veranstaltungsseite „Mensch – Welt – Gott“ der Evangelischen Akademie im Rheinland.

Ein Video-Mitschnitt des Gesprächs ist hier verfügbar.

Fortsetzung der Gesprächsreihe am Donnerstag, 13. Dezember 2018.

 

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