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Zeitkognition
Denken und Sprechen über Zeit

Vortrag von Prof. Dr. Rolf Ulrich

Zeit ist das Musterbeispiel für ein abstraktes Konzept. Obgleich Zeit in unserem Denken allgegenwärtig ist und unsere Kognition strukturiert, besitzen wir kein sensorisches System für Zeit. Wie also gelangt Zeit in unsere Köpfe? Dieser Vortrag soll verdeutlichen, dass unser Denken und Sprechen über Zeit in unserer räumlichen Erfahrung verankert ist. Mit anderen Worten, wir benutzen die mentale Struktur des Raums, um Zeit mental zu erfassen und zu strukturieren. Diese Raum-Zeit-Beziehung in unserem Denken lässt sich gut anhand von Verhaltensexperimenten nachweisen. Der Vortrag wird exemplarische Experimente dazu vorstellen, die im Rahmen eines Sonderforschungsbereichs (SFB 833, Emergenz von Bedeutung) der Deutschen Forschungsgemeinschaft zusammen mit Sprachwissenschaftlerinnen an der Universität Tübingen durchgeführt wurden.

Abbildung: Wikimedia Commons/British Library (Künstler: John Tenniel); CC0 1.0 [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:The_White_Rabbit_(Tenniel)_-_The_Nursery_Alice_(1890)_-_BL.jpg]

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