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Kunst und Gehirn
Wie künstlerische Tätigkeit unser Gehirn beeinflusst

Vortrag von Prof. Dr. Christian Maihöfner

Die strukturelle und funktionelle Architektur unsers Gehirns ist die Grundlage für unsere kognitiven Fähigkeiten. Dies determiniert sowohl die Kunstperzeption als auch -produktion. Im ersten Teil des Vortrags werden kurz ästhetische Theorien aus verschiedenen Epochen vorgestellt, die direkt oder indirekt auf neuronale Systeme Bezug nehmen. Im weiteren Verlauf werden neuere Aspekte der Hirnforschung präsentiert, die relevant sind für unser künstlerisches Gestalten und ästhetisches Empfinden. Wichtig sind neben dem visuellen System auch limbische Schaltkreise und das sog. Belohnungssystem. Hier scheint es ein modalitätsübergreifendes System für die Perzeption von Schönheit zu geben. Viele neurologische Erkrankungen können mit den genannten neuronalen Netzwerken interferieren. Schließlich werden Studien dargestellt, die eine positive Wirkung von Kunst auf die Wiederherstellung von neurologischen Einschränkungen im Rahmen eines Schlaganfalls vermuten lassen.

Der ursprünglich für diesen Zeitpunkt angekündigte Vortrag von Prof. Jäncke muss leider kurzfristig entfallen.