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Symposium 2018

Musizieren und Tanzen als Hirnjogging: Was ist dran?
Hirnplastizität und Ästhetische Erziehung

Vortrag von Prof. Dr. Eckart Altenmüller

Musizieren und Tanzen stellen an das menschliche Zentralnervensystem höchste Anforderungen. Beide Aktivitäten führen zu neuroplastischen Anpassungen auf unterschiedlichen Zeitachsen. Bereits wenige Minuten musikalisch-motorischen Lernens führen zur Senkung der neuronalen Erregungsschwellen und zur Ausweitung neuronaler Netzwerke. Jahrelanges Üben derartiger Aktivitäten führt zu charakteristischen Veränderungen der Hirnstruktur, die mit modernen Methoden sehr präzise nachgewiesen werden können.

Die Auswirkung von Musizieren und Tanzen betreffen aber nicht nur die Funktion und Struktur des Nervensystems, beide Aktivitäten sind lustbetont und erhöhen die Lebensqualität. Damit gehen die Verbesserung kognitiver Fertigkeiten, Erhöhung von Gedächtnisleistungen und effizientere Handlungssteuerung einher. In meinem Vortrag werden diese positiven Auswirkungen ästhetischer Erziehung in allen Lebensaltern dargestellt, aber auch die Gefahren der Selbstüberforderung und des Selbstoptimierungswahns thematisiert.