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Physik-Symposium 2019

Symmetrie und Symmetriebrechung:
Grundlagen und Weltbild der Physik

Vortrag von Prof. Dr. Klaus Mainzer

Symmetrien werden in der Wissenschafts- und Kulturgeschichte als grundlegende Ordnungsmodelle verwendet. Damit stellt sich die Frage, ob sie von Menschen bloß ausgedacht wurden, um die Vielfalt der Erscheinungen zu ordnen, ob sie gar nur einem ästhetischen Bedürfnis entspringen oder ob es sich um Grundstrukturen der Natur handelt, die unabhängig vom Menschen existieren. In der Antike jedenfalls wurden Erkenntnis, Kunst und Natur aus einer gemeinsamen symmetrischen Grundordnung verstanden. In der Neuzeit bricht diese Einheit von Natur- und Humanwissenschaften auseinander. In der Kunst werden Symmetrien und Symmetriebrechungen auf subjektive Geschmacksurteile bezogen. In Mathematik und Physik bleiben Symmetrien und Symmetriebrechungen fundamentale Prinzipien der Naturbeschreibung. Aktuelle Entdeckungen und Hypothesen in Kosmologie und moderner Physik hängen mit Symmetrie und Symmetriebrechungen zusammen. Es sind Symmetriebrechungen, die Vielfalt, Komplexität und Neues in der Natur entstehen lassen – von der Physik und Chemie über Biologie bis zur Gehirnforschung. Mathematische Strukturen machen diese fachübergreifenden Zusammenhдnge durchsichtig. Seit der Antike bis heute üben Symmetrien eine eigentümliche Faszination auf uns Menschen aus.

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