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Vortragsreihe: »Vom Reiz des Wissens – Wissenschaft und Erkenntnis«

Verzauberung oder Entzauberung?
Die Folgen der Wissenschaft für unser Weltbild

Vortrag von Prof. Dr. Ernst-Peter Fischer

Unter Sozialwissenschaftlern von Max Weber bis Theodor Adorno zirkuliert die Vorstellung, die Wissenschaft sorge für eine »Entzauberung der Welt«. Das Gegenteil ist der Fall, wie diejenigen wissen, die Carl Friedrich von Weizsäckers Buch »Zum Weltbild der Physik« kennen, in dem es heißt, dass die Wissenschaft die Geheimnisse der Welt nicht wegerklärt, sondern sie im Gegenteil vertieft. Wissenschaft verzaubert die Welt durch ihre Erklärung, wie an Beispielen erläutert wird, die vom freien Fall bis zum Licht und in das Leben hinein führen. Und nicht nur das. Wissenschaft romantisiert die Welt, wenn man beide ernst nimmt, wie es im Vortrag geschieht. Wissenschaft erhöht das Gefühl für das Geheimnisvolle, und wer sie verstehen will, kann es mit seinem Herzen versuchen. Man braucht Mut dazu. Aber das Weltbild, das dabei entsteht, belohnt die Mühe und hilft, den Satz von Werner Heisenberg besser zu verstehen: »Wissenschaft wird von Menschen gemacht«. Sie machen sich auch die dazugehörigen Weltbilder und können sich an ihnen erfreuen.

In Kooperation mit dem ZiWiS an der FAU Erlangen-Nürnberg.

Kurs-Nr. 00941.

Anmeldung über Bildungszentrum Nürnberg; Eintritt: € 7,50 (ermäßigt: € 5,00; für Studierende und Kortizes-Förderkreis).

Presseberichte und Rückblick

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Vortragsfolien: Verzauberung oder Entzauberung? Die Folgen der Wissenschaft für unser Weltbild

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Pressespiegel 23.01.2018: Geheimnisse der Welt, die verzaubern; Quelle: Nürnberger Zeitung NZ, S. 10

Fischer • Podcast-Gespräch • Verzauberung oder Entzauberung?

Helmut Fink spricht mit Prof. Dr. Ernst Peter Fischer über seinen Weg von der Physik über die Molekularbiologie zur Wissenschaftsvermittlung. Der bekannte Sachbuchautor erzählt davon, wie Einsteins Biografie sein Leben beeinflusste, von der ebenso Publikations- wie Party-reichen Doktorandenzeit bei Nobelpreisträger Max Delbrück und wie es kam, dass er es war, der Delbrücks Biografie schrieb. Leidenschaftlich wirbt der Autor von „Die andere Bildung“ dafür, die Erkenntnisse der Naturwissenschaften nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen zu erzählen. Dabei findet er es wichtig, mehr „auf den Putz zu hauen“ als bisher üblich, weil nur so die kulturelle Bedeutung von Forscherpersönlichkeiten und ihren Erkenntnissen zu vermitteln sei.