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Musik als Brücke zur Verständigung?
Neue Wege zur Behandlung von Sprachstörungen nach einem Schlaganfall

Vortrag von Dr. Benjamin Stahl

Erwächst die Bedeutung von Sprache aus ihrem Gebrauch als ein Werkzeug, um andere Menschen zu einer Handlung zu bewegen? Trifft diese Annahme aus Wittgensteins Werk zu, könnte die Überlegung auch beim Wiedererlangen des Sprachvermögens nach einem Schlaganfall eine Rolle spielen. So sollte sich die Behandlung chronischer Sprachstörungen als wirksamer erweisen, wenn Übungen weniger der Förderung der Artikulation dienen, sondern vielmehr der Einbettung von Sprache in soziale Interaktion. Dieser Vortrag widmet sich neueren Studien zu artikulations- und interaktionsgestützten Verfahren in der Sprachtherapie. Verglichen werden zwei der weltweit am besten untersuchten Behandlungsprogramme: die Melodische Intonationstherapie (MIT) und die Intensive Language-Action Therapy (ILAT). Der Vortrag schließt mit einem Ausblick auf derzeitige Anstrengungen, um erhalten gebliebene Fähigkeiten sprachlicher Verständigung nach einem Schlaganfall kreativ in Klinik und Alltag einzusetzen.

In Kooperation mit den Museum für Kommunikation Nürnberg

Kurs-Nr. 00923.

Gesamtreihe buchbar unter Kurs-Nr. 00920.

Anmeldung über Bildungszentrum Nürnberg; Eintritt: € 8,00 (ermäßigt: € 5,50; für Studierende und Kortizes-Förderkreis).