Pressemitteilungen 2025
Kortizes Pressemitteilung Nr. 09/2025; Nürnberg, 25.03.2025
Geschichte des Aberglaubens und des magischen Denkens
Vortragsreihe »Vom Reiz des Übersinnlichen« im Planetarium
Am Dienstag, 8. April 2025, beginnt um 19.30 Uhr im Planetarium Nürnberg (am Plärrer) die diesjährige Ausgabe der beliebten Vortragreihe »Vom Reiz des Übersinnlichen« des Instituts Kortizes. Zu Gast ist der Historiker Dr. Tillmann Bendikowski. In seinem Vortrag »Himmel hilf!« über sein gleichnamiges Buch zeichnet er die Geschichte des Aberglaubens und des magischen Denkens nach. Jede/r kann teilnehmen! Eintritt: € 10,- (erm. € 6,50), Karten erhältlich vor Ort oder im Kartenvorverkauf beim Bildungszentrum Nürnberg: Kurs-Nr. 00931, https://kortizes.de/08-04-2025/. Gesamtreihe Eintritt € 33,- (erm. € 22,-), Kurs-Nr. 00930, https://kortizes.de/uebersinnliches2025/.
Zum Inhalt der Reihe: Magisches Denken, (Aber-)Glaube, Mythen: Paranormale Vorstellungen hatten Menschen schon recht bald und selbst heute noch sind einige von ihnen weit verbreitet – und richten oft erheblichen Schaden an. Die Reihe beginnt mit zwei historischen Reisen – zunächst über das magische Denken vom Mittelalter bis heute, dann über einen speziellen Verschwörungsmythos, der bis heute wirkt: die Wurzeln des Antisemitismus. Und auch dort, wo Menschen eigentlich (echte) Hilfe benötigen würden, richten (falsche) Vorstellungen Schaden an – bei den Schwächsten unter uns, den Sterbenden und den Kranken. In Kooperation mit der Regionalgruppe Mittelfranken der Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften GWUP.
Dr. Tillmann Bendikowski ist Journalist und promovierter Historiker. Als Gründer und Leiter der »Medienagentur Geschichte« in Hamburg schreibt er Beiträge für Printmedien und Hörfunk und betreut die wissenschaftliche Realisierung von Forschungsprojekten und historischen Ausstellungen. Seit März 2020 ist er als Kommentator im NDR Fernsehen zu sehen, wo er in der Reihe »DAS! historisch« Geschichte zum Sprechen bringt. Bei C. Bertelsmann erschienen zuletzt »Ein Jahr im Mittelalter« (2019), »1870/71: Der Mythos von der deutschen Einheit« (2020) und der Bestseller »Hitlerwetter. Das ganz normale Leben in der Diktatur: Die Deutschen und das Dritte Reich 1938/39« (2022). Sein aktuelles Buch »Himmel hilf! Warum wir Halt in übernatürlichen Kräften suchen: Aberglaube und magisches Denken vom Mittelalter bis heute« erschien 2023 bei C. Bertelsmann.
Links zu Fotos und Ansprechpartnern: siehe PDF der Pressemitteilung.
Kortizes Pressemitteilung Nr. 08/2025; Nürnberg, 21.03.2025
»Grenzen des Wissens«
Nicolaus-Copernicus-Symposium im Planetarium Nürnberg
Am Wochenende 4. bis 6. April 2025 findet im Nürnberger Planetarium das dritte Nicolaus-Copernicus-Symposium statt. Unter dem Titel » Grenzen des Wissens: Menschliche Neugier und Wege zu verlässlicher Erkenntnis« berichten zahlreiche Expertinnen und Experten über ihre Forschungen und kommen so mit der interessierten Öffentlichkeit ins Gespräch. Jede/r kann teilnehmen! Eintritt fürs Gesamtsymposium: € 75,- (erm. € 55,-), Einzelsessions: € 25,- (erm. € 19,-), Freitagabendvortrag: € 10,- Karten (erm. € 6,50), erhältlich vor Ort oder im Kartenvorverkauf beim Bildungszentrum Nürnberg: Kurs-Nr. 00990 (gesamt), 00991, 00992 oder 00993. Programm, Informationen und Anmeldelinks unter: http://copernicus-symposium.de.
Veranstalter sind das Nicolaus-Copernicus-Planetarium der Stadt Nürnberg, das FAU Kompetenzzentrum für interdisziplinäre Wissenschaftsreflexion (ZIWIS) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und das Institut für populärwissenschaftlichen Diskurs Kortizes
Zum Inhalt: In der Astrophysik wird oft von Dunkler Materie und Schwarzen Löchern gesprochen, in den Neurowissenschaften über Bewusstsein und den freien Willen. Und laut Biologie teilt der Mensch einen Großteil seiner Gene mit der Fruchtfliege. Aber wissen wir eigentlich, wie verlässlich die Erkenntnisse sind, die uns die Wissenschaft jetzt zum heutigen Tag anbietet? Werden wir alle offenen Fragen irgendwann mal beantworten können oder gibt es welche, die uns grundsätzlich verschlossen bleiben werden? Gibt es Grenzen des Wissens und wenn ja, können wir sie erkennen? Im diesjährigen Nicolaus-Copernicus-Symposium machen wir uns auf die Suche nach den Grenzen unseres Wissens und worin diese begründet sind. Was verstehen wir unter »Wissen«? Mit welchen Methoden können wir Erkenntnisse erlangen? Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Welche Einsichten setzen sich durch und warum? Wie zuverlässig sind die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen? Und am Ende steht die große Frage: Was können wir wissen? Fragen über Fragen, die wir gemeinsam mit Fachleuten unterschiedlicher Disziplinen beleuchten wollen, mit dem Ziel die Grenzen des Wissens auszuloten und darüber miteinander ins Gespräch zu kommen. Freuen Sie sich auf zweieinhalb Tage voller spannender Einblicke und anregender Diskussionen!
Links zu Fotos und Ansprechpartnern: siehe PDF der Pressemitteilung.
Kortizes Pressemitteilung Nr. 07/2025; Nürnberg, 04.03.2025
Das Leiden der Lebewesen: Über das Empfinden bei Tieren und Pflanzen
Neurowissenschaftler im Planetarium zum Abschluss der Reihe »Vom Reiz der Sinne«
Am Dienstag, 18. März 2025, ist um 19.30 Uhr der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Andreas Draguhn aus Heidelberg zu Gast im Planetarium Nürnberg (am Plärrer). Zum Abschluss der Vortragsreihe »Vom Reiz der Sinne« des Instituts Kortizes spricht er über die Empfindungsfähigkeit von Tieren und Pflanzen und ihre Folgen: »Wie bewusst empfinden Tiere? Können Bäume leiden?«. Jede/r kann teilnehmen! Eintritt: € 10,- (erm. € 6,50), Karten erhältlich vor Ort oder im Kartenvorverkauf beim Bildungszentrum Nürnberg: Kurs-Nr. 00924. Infos: https://kortizes.de/18-03-2025/.
Zum Inhalt: Haben Bäume Empfindungen? Sind Pilze, Pantoffeltierchen oder einzelne Zellen unseres Körpers intelligent? Kann alles, was lebt, leiden? Aus Sicht der »basalen Kognition« und der »Pflanzen-Neurobiologie« sind diese Fragen keineswegs absurd. Vielmehr sollen sie uns helfen, das überkommene anthropozentrische Weltbild der westlich-naturwissenschaftlichen Tradition zu überwinden. Wir müssten endlich erkennen, wie differenziert das Verhalten und die Wahrnehmung aller Lebewesen ist, egal wie sehr sie sich von uns Menschen unterscheiden. Tatsächlich reagieren alle Organismen differenziert auf lebensfreundliche oder schädliche Reize. Aber ist das wirklich mit Empfindungen verbunden? Im Vortrag soll diese Idee aus Sicht eines Neurophysiologen kritisch diskutiert werden.
Prof. Dr. Andreas Draguhn leitet die Abteilung Neuro- und Sinnesphysiologie am Institut für Physiologie und Pathophysiologie der Universität Heidelberg. Er ist Fellow des Marsilius-Kollegs der Universität Heidelberg und seit 2002 Vize-Direktor des Interdisziplinären Zentrums für Neurowissenschaften (IZN). Er hat in Bonn Medizin, Physik und Philosophie studiert. Als Neurophysiologe untersucht er die Funktion neuronaler Netzwerke, insbesondere koordinierte Aktivitätsmuster von Nervenzellen im Zusammenhang mit Gedächtnisvorgängen. Neben der Laborforschung interessiert er sich für übergeordnete Fragen zu den Denkmustern, Möglichkeiten und Grenzen der Hirnforschung. Andreas Draguhn hat zahlreiche Funktionen in Fachgesellschaften und Gremien wahrgenommen, unter anderem als Sprecher des Fachkollegiums »Neurowissenschaft« der Deutschen Foschungsgemeinschaft (DFG), Studiendekan und Dekan der medizinischen Fakultät Heidelberg.
Links zu Fotos und Ansprechpartnern: siehe PDF der Pressemitteilung.
Kortizes Pressemitteilung Nr. 06/2025; Nürnberg, 24.02.2025
Gehirnwerkstätten und Sonntagsmatinée in der brainWEEK
Internationale Woche des Gehirns in Nürnberg
In der internationalen Woche des Gehirns (brain awareness week, kurz: brainWEEK) vom 10. bis 16. März 2025 bietet Kortizes zwei Gehirnwerkstätten und eine abschließende Sonntagsmatinée am 16.3. an. Die brainWEEK ist eine globale Initiative der US-amerikanischen DANA Foundation. Sie hat das Ziel, das öffentliche Bewusstsein für den wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt über die »komplexeste Materie des Universums« (Zitat des Neurowissenschaftlers Wolf Singer) zu schärfen. Als offizieller Partner der brain awareness week unterstützt Kortizes dieses Ziel mit informativen oder vergnüglichen Veranstaltungen, die dazu einladen, in die Wunderwelt des Gehirns einzutauchen. Für die Gehirnwerkstätten am Mi., 12.3. und am Fr., 14.3. ist eine Anmeldung bis 9. März erforderlich: per E-Mail an info@kortizes.de.
Mittwoch, 12.03.2025, 18:00 – 21:00 Uhr
Gehirnwerkstatt: Strategien für das Überleben im digitalen Dauerstress
Freitag, 14.03.2025, 18:00 – 21:00 Uhr:
Gehirnwerkstatt: Ideenlosigkeit überwinden – die eigene schöpferische Kraft entdecken
Sonntag, 16.03.2025, 11:00 – 14:00 Uhr:
Humanistischer Salon – Podium der der brisanten Bücher – mit dem prominenten Neurowissenschaftler Prof. Dr. Martin Korte: Frisch im Kopf macht gute Ideen! Von Reizüberflutung zum kreativen Denken.
Beide Gehirnwerkstätten sowie die der Humanistische Salon finden in der Villa Leon statt, Schlachthofstr. / Philipp-Koerber-Weg 1, 90439 Nürnberg. Kosten pro Person pro Gehirnwerkstatt: € 15,00 (ermäßigt*: € 12,00). (So., 16.03.2024, »Humanistischer Salon«: € 12,00, ermäßigt*: € 9,00). Kombi-Pakete buchbar, Zahlbar jeweils vor Ort. Anmeldung erforderlich – bis spätestens 09.03.2025 per E-Mail: info@kortizes.de. Medienvertreter sind herzlich (kostenfrei) zu den Veranstaltungen eingeladen. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter info@kortizes.de an.
Links zu Fotos und Ansprechpartnern: siehe PDF der Pressemitteilung.
Kortizes Pressemitteilung Nr. 05/2025, Nürnberg, 11.02.2025
Emotionen bei Hund und Mensch
Verhaltensforscherin zu Gast im Planetarium
Am Dienstag, 25. Februar 2025, ist um 19.30 Uhr die Biologin und Verhaltensforscherin Dr. Juliane Bräuer aus Jena zu Gast im Planetarium Nürnberg (am Plärrer). Im Rahmen der Vortragreihe »Vom Reiz der Sinne« des Instituts Kortizes spricht sie darüber, ob wir die Emotionen von Hunden korrekt einschätzen und welche Fehler wir dabei machen: »Ich weiß, was er fühlt?« – Emotionen bei Hund und Mensch, lautet ihr Vortragstitel. Jede/r kann teilnehmen! Eintritt: € 10,- (erm. € 6,50), Karten erhältlich vor Ort oder im Kartenvorverkauf beim Bildungszentrum Nürnberg: Kurs-Nr. 00923. Infos: https://kortizes.de/25-02-2025/.
Zum Inhalt: Der Hund sei der beste Freund des Menschen, heißt es. Viele Hundebesitzer sind sich sicher zu wissen, was ihr Tier fühlt – und sie fühlen sich von ihrem Tier verstanden. Die Verhaltenswissenschaft beschäftigt sich erst seit relativ kurzer Zeit mit den Emotionen von Hund und Mensch, und stellt fest: Hunde werden oft falsch eingeschätzt. In dem Vortrag soll es darum gehen, wie Menschen Hunde-Emotionen einschätzen, und ob Hunde Menschen-Emotionen erkennen. Es geht auch um die Frage, ob und wie man wissenschaftlich erfassen kann, was ein anderes Lebewesen fühlt.
Dr. Juliane Bräuer leitet seit 2016 die Gruppe »HundeStudien« am Max-Planck-Institut für Geoanthropologie in Jena. Sie hat Biologie in Würzburg und Leipzig studiert, am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig promoviert und an der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Psychologie habilitiert. Ihr Thema ist die Vergleichende Psychologie, das heißt, sie vergleicht die kognitiven Fähigkeiten von Tieren und Menschen, sie sucht nach Gemeinsamkeiten und Unterschiede. In den letzten 25 Jahren hat sie zahlreiche Verhaltensstudien mit Menschenaffen, Hunden, aber auch Wölfen und Schweinen durchgeführt und veröffentlicht. Insbesondere interessiert sie sich für die Kognition des Hundes, da dieser in seiner langen Domestikationsgeschichte einige spezielle Fähigkeiten entwickelt hat, um in der menschlichen Welt zurecht zu kommen. Sie ist Autorin der Bücher »Was Hunde wissen« (Springer Spektrum, zusammen mit Juliane Kaminski 2021) und »Klüger als wir denken: wozu Tiere fähig sind« (Springer Spektrum, 2014).
Links zu Fotos und Ansprechpartnern: siehe PDF der Pressemitteilung.
Kortizes Pressemitteilung Nr. 04/2025; Nürnberg, 03.02.2025
»Gefangen in der Opferrolle – Warum Wokeness scheitert«
Prominenter Videoblogger Varnan Chandreswaran in Fürth
Am Montag, 17. Februar 2025, ist um 19.30 Uhr der prominente Youtuber Varnan Chandreswaran zu Gast in der Fürther Innenstadtbibliothek (Friedrichstr. 6a, 4. Stock, Aufzug vorhanden. Einlass ab 19 Uhr). Dort präsentiert er sein Buch »Gefangen in der Opferrolle – Warum Wokeness scheitert« im Rahmen der Vortragsreihe »Freier Geist in Fürth«, veranstaltet von Kortizes in Kooperation mit dem Bund für Geistesfreiheit Fürth und Nürnberg. Jede/r kann teilnehmen! Eintritt: € 9,- (erm. € 6,-), Karten erhältlich vor Ort oder im Kartenvorverkauf in der Innenstadtbibliothek, Friedrichstr. 6a, Fürth, zu den Öffnungszeiten (Di., Do. und Fr. 11:00 – 19:00 Uhr, Sa. 11:00 – 15:00 Uhr). Tel. Vorbestellung zu den Öffnungszeiten unter 0911 9741740. Infos: https://kortizes.de/17-02-2025/.
Zum Inhalt: Leben wir im Patriarchat? Ist die Frage »Woher kommst du?« ein Zeichen von Rassismus? Bedeutet Ungleichheit immer Ungerechtigkeit? Varnan Chandreswaran, Psychologe, Doktorand und YouTuber mit über einer Million Aufrufen, ist den hitzigsten Debatten unserer Zeit wissenschaftlich auf den Grund gegangen. Seine Erkenntnisse sind alarmierend: Der Trend zur Wokeness und der ständige Ruf nach politischer Korrektheit sind nicht nur wirkungslos, sondern richten einen erheblichen Schaden an. Junge Menschen werden zunehmend ängstlicher und unzufriedener. Anstatt sie zu befähigen, den Anforderungen des Lebens gerecht zu werden, verführt Wokeness sie in eine Opferrolle. Sie sind schnell gekränkt, stellen überhöhte Ansprüche und verachten Andersdenkende. Das gefährdet nicht nur ihre psychische Gesundheit, sondern auch den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Alle, die sich durch die aktuellen Entwicklungen verunsichert fühlen oder selbst von der Opferrolle getäuscht wurden, dürfen sich von dem Vortrag angesprochen fühlen. Ein Blick in die Forschung zeigt: Es gibt eine Alternative, und es ist an der Zeit, dass die Welt davon erfährt!
Varnan Chandreswaran ist nicht nur Neurowissenschaftler und Psychologe, sondern auch YouTuber. Nachdem er sein Psychologiestudium erfolgreich abgeschlossen hat, arbeitet er als Doktorand daran, die Funktionsweise des Gehirns zu entschlüsseln. Mit der gleichen Sachlichkeit stellt er sich auf seinem YouTube-Kanal kontroversen und emotional aufgeladenen Themen wie dem Patriarchat, Gendern und Pubertätsblocker bei Trans-Kindern. Mit mehreren hunderttausend Aufrufen auf seinen Videos hat er eine breite Zuschauer Basis erreicht, die seine wissenschaftlich fundierte Sichtweise zu schätzen weiß. Sein Ziel ist es, durch ein tieferes Verständnis von Mensch und Gesellschaft Klarheit darüber zu schaffen, wie ein besseres Leben möglich ist – und wie nicht. Im Juni 2024 erschien sein Buch »Gefangen in der Opferrolle: Warum Wokeness scheitert« bei Eulogia.
Links zu Fotos und Ansprechpartnern: siehe PDF der Pressemitteilung.
Kortizes Pressemitteilung Nr. 03/2025; Nürnberg, 21.01.2025
Wie Insekten sich nachts orientieren
Vortrag im Planetarium in der Reihe »Vom Reiz der Sinne«
Am Dienstag, 4. Februar 2025, ist um 19.30 Uhr die Neurowissenschaftlerin Prof. Dr. Anna Stöckl zu Gast im Planetarium Nürnberg (am Plärrer). In Ihrer Arbeitsgruppe an der Uni Konstanz untersucht sie die neuronale Verarbeitung von visueller Information am Beispiel von Insekten. Ihr Vortrag in der Vortragreihe »Vom Reiz der Sinne« des Instituts Kortizes trägt den Titel »Voller Durchblick bei Sternenlicht – wie Insekten sich nachts orientieren«. Jede/r kann teilnehmen! Eintritt: € 10,- (erm. € 6,50), Karten erhältlich vor Ort oder im Kartenvorverkauf beim Bildungszentrum Nürnberg: Kurs-Nr. 00922. Infos: https://kortizes.de/04-02-2025/.
Zum Inhalt: Jeder hat sicher schon am eigenen Leib erfahren (war es ein Zeh, das Knie, oder der Kopf?), dass unser menschliches Sehvermögen nachts stark an seine Grenzen kommt. Viele nachtaktive Insekten dagegen schwirren auch bei Sternenlicht noch auf der Suche nach Nahrung, Partnern oder auf dem Rückweg zu ihrem Nest durchs Unterholz. Dabei nutzen sie eine Reihe von Sinnesmodalitäten, zum Beispiel ihren Geruchsinn, ihren Tastsinn, und wenn sie eines besitzen, auch ihr Gehör. Aber am erstaunlichsten ist, dass sich viele nachtaktive Insekten, trotz optisch limitierter Augen und begrenzter Verarbeitungskapazität ihres Mini-Gehirns, selbst bei geringsten Lichtintensitäten auf ihr Sehvermögen verlassen. Manche Nachtfalter können sogar bei Sternenlicht noch Farben sehen, und einige Mistkäfer das Polarisationsmuster des Mondes nutzen, das für uns gänzlich unsichtbar ist. Wie ist das möglich? Und wie orientieren sich Insekten grundsätzlich nachts?
Prof. Dr. Anna Stöckl ist seit 2023 Juniorprofessorin für Neuroethologie an der Universität Konstanz. Sie studierte ab 2006 Biologie in Heidelberg und ab 2009 Neurowissenschaften in München. 2016 promovierte sie an der Universität in Lund, Schweden, über das visuelle System von Nachtfaltern. Anschließend forschte sie an der Aalto Universität in Finnland und an der Universität Würzburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind das Sehen bei wechselnden Lichtbedingungen (bei Tag, Nacht, unter Lichtverschmutzung), die Steuerung des Insektenflugs, sowie die Identifikation und Interaktion von bestäubenden Insekten und Blüten.
Links zu Fotos und Ansprechpartnern: siehe PDF der Pressemitteilung.
Kortizes Pressemitteilung Nr. 02/2025; Nürnberg, 03.01.2025
»Decartes’ Täuschergott reloaded« in der Villa Leon Nürnberg
Philosophin im »Humanistischen Salon« über Verschwörungstheorien
Am Sonntagvormittag, 19. Januar 2025, ist um 11 Uhr die Philosophin Dr. Romy Jaster zu Gast im »Humanistischen Salon« des Instituts Kortizes. Im Nürnberger Kulturzentrum Villa Leon unternimmt sie eine populärwissenschaftliche philosophische Betrachtung von Verschwörungen mit dem Titel: »Decartes’ Täuschergott reloaded«. Moderiert wird das Kasino der forschen Rede von dem theoretischen Physiker Helmut Fink, Referent für Wissenschaft und Philosophie beim Veranstalter Kortizes. Jede/r kann teilnehmen! Eintritt: € 12,- (erm. € 9,-) zzgl. Getränke und Verzehr, Karten nur vor Ort. Infos: https://humanistischer-salon.de/19-01-2025/.
Zum Inhalt: Die Rede von Verschwörungstheorien ist in aller Munde. Aber was sind Verschwörungstheorien eigentlich? Die Beantwortung dieser Frage stellt sich bei näherem Hinsehen als äußerst schwierig heraus. Bei der Beantwortung hilft es, sich die Ähnlichkeiten zwischen Verschwörungstheorien und sogenannten skeptischen Szenarien vor Augen zu führen: In Descartes’ Täuschergott-Szenario werden wir stets von einem überaus mächtigen Dämon getäuscht, im Gehirn-im-Tank-Szenario übernimmt diesen Job ein böser Wissenschaftler. Wie sich zeigen wird, enthalten Verschwörungstheorien ähnliche Täuschungshypothesen, die sie immun gegen Widerlegung machen.
Dr. Romy Jaster ist Philosophin an der Humboldt-Universität zu Berlin und verantwortet dort den Arbeitsbereich »Philosophie und Öffentlichkeit«. Sie forscht zu Fähigkeiten und deren Einschränkungen und zur Erkenntnistheorie der Desinformation, insbesondere Fake News und Verschwörungstheorien.
Links zu Fotos und Ansprechpartnern: siehe PDF der Pressemitteilung.
Kortizes Pressemitteilung Nr. 01/2025; Nürnberg, 31.12.2024
Die erstaunlichen Fähigkeiten von Menschenaffen
Vortragsreihe »Vom Reiz der Sinne« im Planetarium
Am Dienstag, 14. Januar 2025, beginnt um 19.30 Uhr im Planetarium Nürnberg (am Plärrer) die diesjährige Ausgabe der beliebten Vortragreihe »Vom Reiz der Sinne« des Instituts Kortizes. Zu Gast ist die Kognitionsbiologin und Primatologin Dr. Isabelle Laumer. In ihrem Vortrag über »Die erstaunlichen Fähigkeiten von Menschenaffen« berichtet sie u.a. über die aktive Wundbehandlung bei einem wilden Sumatra-Orang-Utan mit einer Heilpflanze – eine Studie die erst vor kurzem veröffentlicht wurde und bundesweit Schlagzeilen gemacht hatte. Jede/r kann teilnehmen! Eintritt: € 10,- (erm. € 6,50), Karten erhältlich vor Ort oder im Kartenvorverkauf beim Bildungszentrum Nürnberg: Kurs-Nr. 00921, Gesamtreihe 00920. Infos: https://kortizes.de/14-01-2025/.
Zum Inhalt der Reihe: Was wir wahrnehmen, bestimmt unsere Welt. Wie nehmen die tierischen Begleiter ihre Welt wahr? Die Reihe handelt von faszinierenden Fähigkeiten unserer nächsten Verwandten, der Menschenaffen. In einem weiteren Vortrag (4.2.) tauchen wir ein in eine völlig fremde Sinneswelt der Insekten. Wir hinterfragen unsere Intuition über das, was unser bester Freund, der Hund, empfindet und was er von unseren Empfindungen weiß (25.2.). Und zum Abschluss der Reihe widmet sich am 18.3. ein prominenter Sinnesphysiologe den Grenzen des Bewusstseins und den Bedingungen des Leidens. Eine wissenschaftliche Reise in die Empfindungswelten der Tiere!
Dr. Isabelle Laumer erforscht seit mehr als zehn Jahren die kognitiven Fähigkeiten und Emotionen bei Menschenaffen. Bisher hat sie als Primatologin und Kognitionsbiologin an verschiedenen Institutionen gearbeitet, der Universität Wien, dem Max-Planck-Institut für Anthropologie in Leipzig, der University of California Los Angeles, der University of Texas, und aktuell beim Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz. Ihre Forschung konzentriert sich auf physische Kognition (Werkzeugnutzung und -herstellung, Werkzeuginnovation, Gedächtnis, flexible mehrdimensionale Entscheidungsfindung, Selbstmedikation, Problemlöseverhalten, Explorationsverhalten und Neugier) und erstreckt sich auf soziale Kognition (Prosozialität, Ungleichheitsaversion, Impulskontrolle, Theory of Mind und die Entwicklung von Humor/spielerischem Necken).
Links zu Fotos und Ansprechpartnern: siehe PDF der Pressemitteilung.